... begehre nicht das Blut eines Vorfahren, begehre nicht das Blut, das dich zu einem der unseren macht, denn du wirst den Scheiterhaufen fühlen, wenn du für deine unsterbliche Sünde büßt. Wisset dass ihr entsteht, um zugrunde zu gehen...
(Saulots Worte an Tremere)


Die Tremere, geboren aus geraubtem Blut und seitdem stets trunken davon, werden von ihren Verbündeten mit Misstrauen und von ihren Feinden mit Hass betrachtet. Im Clan der Thaumaturgen hat seit der Nacht, als Tremere und seine Genossen die Grenze vom Leben zum Unleben überschritten haben, eine Belagerungsmentalität vorgeherrscht und nichts was die Tremere seither gesehen haben, konnte sie davon überzeugen, dass es nicht so ist. Stattdessen ist im Verlauf der Jahrhunderte der Clan ständig einsiedlerischer und unabhängiger geworden. Heute wissen die anderen Clans weniger darüber, was die Tremere tun, als jemals zuvor und den Hexenmeistern gefällt das so. Die Angehörigen dieses Clans werden nicht ohne Grund "Usurpatoren" genannt. Sie waren einst eine Kabala sterblicher Magi, doch ihr Oberhaupt, Tremere, war besessen von der Suche nach Unsterblichkeit, um so mehr Zeit zu haben, seine Kunst für die Ewigkeit zu perfektionieren. Ihre Bemühungen trugen Früchte, es bedurfte zwar des Todes eines Tzimisce Ahnen und zweier ihrer eigenen Lehrlinge, doch die Kabala wurde zu Vampiren. Doch das reichte den Tremere noch nicht. Sie unternahmen Schritte, um zum vollwertigen Clan zu werden. Sie spürten Saulot auf, den rätselhaften Gründer des Clans Salubri, und erschlugen den in Starre liegenden. Tremere persönlich trank die Vitae des Vorsintflutlichen. Natürlich geriet der neue Clan sofort unter Beschuss. Die Tzimisce dürsten bis heute nach Rache, denn die Tremere töteten Angehörige ihres Clans und besetzten gar Teile der Stammlande der Unholde. Die Gangrel empfinden die Tremere als Obszönität, besonders weil die Usurpatoren Gangrel gefangen genommen haben, um sie bei ihren üblen Experimenten einzusetzen. Dann gab es da natürlich noch die Kainiten, die sich mit den Salubri angefreundet hatten und verzweifelt am Schutz der überlebenden Clansmitglieder vor den Tremere vergeblich arbeiteten. Ihre Sterblichenmagie wurde durch den Kuss fast vernichtet, die bewahrten Überreste bilden ihre einzigartige Disziplin Thaumaturgie. Dabei ist es ihnen gelungen, eine Rasse vampirischer Diener zu züchten, die Gargylen - das einzige, was sie vor den Klauen der Tzimisce und Gangrel bewahrte. Die Empörung über die Diablerie an Saulot hängt ihnen weiterhin an, doch hat man es nach hunderten von Jahren im Sande verlaufen lassen. Der Clan brauchte damals dringend Verbündete, ein paar wenige unter ihnen hatten sich zwar als tapfere Gefährten erwiesen, der Clan insgesamt aber wurde verachtet und mit Misstrauen gestraft. Doch heute sind die Tremere nicht mehr aus der Camarilla weg zu denken, man misstraut ihnen noch immer, aber mittlerweile braucht man sie mehr denn je! Diese emotionale Einsamkeit, der dieser Clan Jahrhunderte unterlegen ist, bildete starke und selbstständige Charaktere, die sogar behaupten, dass die Tremere die kainitische Evolution sind. Sie sind die wahren Kainiten, die es verstehen mit Macht umzugehen, aber vielleicht
ist ja genau das ihre größte Schwäche.

Clansdisziplinen: Dominate, Auspex, Thaumaturgie