OT-Erklärung

Die Camarilla ist eine Mischung aus Absolutismus und Feudalismus, und das spiegelt sich auch in ihrer Gesetzgebung, den sechs Traditionen wieder. Unter Absolutismus versteht man eine Regierungsform, die von der Regierung eines aus eigener Machtvollkommenheit handelnden Herrschers ohne politische Mitwirkung ständischer Institutionen bestimmt war. Im Falle der Camarilla ist das der Innere Rat der die absolute Macht hat. Mächtige Vampire die alle Belange der Vampirsekte steuern. Ihr Wort ist uneingeschränktes Gesetz. Feudalismus (vom lateinischen feudum = „Lehen“ → Lehnswesen) bezeichnet in den Sozialwissenschaften vor allem die Gesellschafts- und Wirtschaftsform des europäischen Mittelalters. Das Eigentum des Grundherrn war auch nur bedingt, denn er hatte es als Lehen von einem höhergestellten Adligen erhalten, dem er dafür Kriegsdienste schuldete. Er war also sein Vasall. Dies kann man mit einer Camarilla Domäne vergleichen, der Erz-Fürst ist in der Domäne Wien zwar der absolute Herrscher, aber von den Entscheidungen des Inneren Rates abhängig, man könnte also behaupten das der jeweilige Erz-Fürst ein Vasall der Camarilla ist und auch jederzeit vom Inneren Rat zu Kriegsdiensten verpflichtet werden kann, wenn es um die Verteidigung der Camarilla geht. Wir können in der Domäne Wien auch den Begriff des „höfischen Absolutismus“ heranziehen, hier wird dem Erz-Fürsten aufgrund der Traditionen eine absolute Herrschaft über seine Domäne durch den Inneren Rat der Camarilla zugesprochen. Der Erz-Fürst bemüht sich, die Preatoren seiner Domäne an seinen Hof zu ziehen und sie dadurch nicht nur unter seine Kontrolle zu bringen, sondern auch durch Zugeständnisse und Privilegien in eine Abhängigkeit von ihm zu treiben. Einer der Privilegien der Domäne Wien ist das Wiener Vampir Gesetzblatt. Ein Gesetzblatt welches das Unleben in der Domäne Wien im Detail regelt und vom Inneren Rat geduldet wird. Man kann das Wiener Vampir Gesetzblatt also als Abmachung, Vertrag oder Zugeständnisse zwischen den in Wien unlebenden Camarillaclans betrachten die jeder Zeit vom Erz-Fürsten selbst oder von einem Justicar im Auftrag des Inneren Rates aufgehoben oder neu geregelt werden können. Es besteht also kein Recht auf dieses Gesetz.

Betrachten wir dieses Wiener Vampir Gesetzblatt also als Privileg der Vampire Wiens.



Das Wiener Vampir Gesetzblatt

§ 1. Die Traditionen der Camarilla Wien am 16. Juli 1692 Blatt.Nr.001

§ 1.1 Die Traditionen

Die Traditionen sind die Gesetze der Kainskinder innerhalb der Camarilla. Die Gesetze sind absolut. Jede Verletzung wird mit schneller, strenger Bestrafung geahndet. Diese Gesetze sind die Grundlage der Camarilla, sie sind das Fundament des Überlebens der kainitischen Rasse. Die Traditionen stehen über allen anderen Gesetzen, sie sind der Pfeiler jeder Domäne und sind auch in jeder Camarilla Domäne verpflichtend.

Abs.1.: Die Erste Tradition: Die Maskerade

Du sollst dein wahres Wesen niemandem enthüllen, der nicht vom Geblüt ist. Wer solches tut, verwirkt seine Blutrechte.

Abs.2.: Die Zweite Tradition: Die Domäne

Wien ist die Domäne des Erz-Fürsten. Alle anderen schulden ihm Respekt, solange sie sich darin aufhalten. Niemand darf sich gegen sein Wort auflehnen, solange er in seiner Domäne weilt. Siehe § 3.1. Abs.1. vom 22. November 1757

Abs.2.a.: Beginnend bei § 2 des Vampirgesetzblattes regeln die folgenden Paragraphen den Ablauf und das Recht in der Domäne Wien. Diese können aufgrund der Zweiten Tradition der Camarilla durch den Erz-Fürsten Widerruf finden und jederzeit von einem Justicar der Camarilla, wenn diese gegen die Traditionen verstoßen, aufgehoben werden.

Abs.3.: Die Dritte Tradition: Die Nachkommenschaft

Du sollst nur mit Erlaubnis deines Fürsten andere zeugen. Zeugst du andere ohne Einwilligung deines Fürsten, sollen sowohl du als auch deine Nachkommen erschlagen werden.

Abs.4.: Die Vierte Tradition: Die Rechenschaft

Wenn du erschaffst, der ist dein eigenes Kind. Bis der Nachkomme auf sich selbst gestellt ist, sollst du ihm alles befehlen. Du trägst seine Sünden.

Abs.5.: Die Fünfte Tradition: Gastfreundschaft

Ehre die Domänen anderer. Wenn du in eine fremde Stadt kommst, so sollst du dich dem vorstellen, der dort herrscht. Ohne das Wort der Aufnahme bist du nichts. Siehe § 2.1. vom 23. August 2002

Abs.6.: Die Sechste Tradition: Vernichtung

Es ist dir verboten andere von deiner Art zu vernichten. Das Recht zur Vernichtung liegt ausschließlich bei deinem Fürsten. Nur der Fürst soll die Blutjagd ausrufen. Siehe § 2.3. vom 23. August 2002



§ 2.1.Gast und Aufenthaltsrecht

Abs.1.: Ein jeder Kainit, welcher um das Gast- oder Aufenthaltsrecht in Wien ansucht, hat dem Fürsten vorstellig zu werden.

Abs.1.a.: Camarillaclans (Erklärung siehe im Abs.2.) sind in der ganzen UVOE (United Vampires of Europe) anerkannt und haben lediglich eine Meldepflicht wie in Abs. 1 beschrieben.

Abs.1b.: Nicht Camarillaclans, (auch Unabhängige Clans genannt) das sind alle Clans die bei der Beschreibung von Abs.2. keine Erwähnung finden. Für sie gelten insbesonders die folgenden Absätze.

Abs.2.: Sind die Referenzen eines Antragstellers der Nicht Camarillaclans (auch Unabhängige Clans genannt) nicht ausreichend oder nicht genügend bekannt, so wird ihm das Aufenthaltsrecht verwährt, es sei denn es findet sich ein Kainit eines Camarillaclans, der für den Antragsteller die Bürgschaft übernimmt. Wobei die Entscheidung der Fähigkeit der Bürgschaft beim Erz-Fürsten und/oder dem Consilium der Praetoren liegt. Die Fähigkeit ist von Alter und Status abhängig. Die Bürgschaft kann nur von einem Camarillaclan übernommen werden. Camarillaclans sind Clans die von der Camarilla anerkannt sind und auch einen ständigen Vertreter, Praetor, in das Geheime Consilium der Preatoren senden. (siehe auch § 3.2. 22. November 1757)

Diese Clans sind in Wien:

■ Clan Brujah

■ Clan Gangrel (Camarilla Gangrel)

■ Clan Malkavian

■ Clan Nipote la Mortale

■ Clan Nosferatu

■ Clan Toreador

■ Clan Tremere

■ Clan Ventrue 

Abs.3.: Der, vom Erz-Fürsten und/oder vom Consilium der Praetoren als fähig befundene Bürge trägt für denjenigen, für welchen er die Bürgschaft übernommen hat, die Verantwortung im gleichen Ausmaß wie ein Sire für sein Child. (siehe: § 1.1 Abs 4. vom 16. Juli 1692)

Abs.4.: Die Bürgschaft gilt bis zu jenem Zeitpunkt an dem der Antragsteller des Nicht Camarillaclans (auch Unabhängige Clans genannt) entweder die Stadt verlassen hat oder vom Erz-Fürsten als freier Gast oder als Kainit Wiens anerkannt wird.

Abs.4.a.: Solange der Antragsteller des Nicht Camarillaclans (auch Unabhängige Clans genannt) als Kainit Wiens nicht anerkannt ist, hat er sich im Hotel Amarant, geführt vom Clan Nosferatu, einzufinden und Quartier zu beziehen um eventuelle Fragen beantworten zu können.

Abs.5.: Hat oder will der Antragsteller des Nicht Camarillaclans (auch Unabhängige Clans genannt), die Stadt verlassen, so hat der vom Consilium der Praetoren als fähig befundene Bürge dies dem Fürsten, dem Consilium der Praetoren oder in deren Abwesenheit dem Proctor von Wien, mitzuteilen. Der Antragsteller hat somit sein Recht auf Aufenthalt verwirkt.

Abs.6.: Hält der Antragsteller sich nicht an diese Regeln oder missachtet gar die Traditionen, so hat er sein vorläufiges Gastrecht verwirkt und hat die Stadt sofort zu verlassen. Bei schwerwiegenden Zuwiderhandlungen, wobei das Urteil beim Erz-Fürsten liegt, tritt § 2.3. Abs.1. bis 5. vom 23 08 2002 in Kraft.


§ 2.2. Das Recht der 14 Tage

Abs.1.: Ein jeder Kainit eines Camarillaclans (Erklärung siehe § 2.1. Abs.2 vom 23. August 2002) welcher in einer anderen Domäne der UVOE (United Vampires of Europe) einer Blutjagd ausgesetzt ist, hat, wenn er sich als unschuldig vermutet und der Meinung ist, dass die Gründe welche zu seiner Blutjagd führten andere waren als ein Bruch einer der Traditionen, das Recht sich für 14 Tage in Wien aufzuhalten, wobei er sich im Hotel Amarant (geführt vom Clan Nosferatu) einzuquartieren und jeden Abend beim Proctor, oder dessen Vertretung, zu melden hat. Der § 2.2. gilt nur im Einflussbereich der Domäne Wien und hat außerhalb der Domänengrenzen keine Gültigkeit.

Abs.2.: Während dieser 14 Tage muss er versuchen glaubhaft zu machen, dass die Gründe für die Blutjagd andere waren als der Bruch einer Tradition, und seine Unschuld beweisen.

Abs.3.: Gelingt es ihm seine Unschuld im Rahmen der 14 Tage glaubhaft zu beweisen, so „kann“ Ihm in Wien bis zu seiner Weiterreise für maximal 4 Wochen Asyl gewährt werden. Das obliegt der endgültigen Entscheidung des Erz-Fürsten und des Consiliums der Praetoren. 

Abs.4.: In Abwesenheit des Fürsten kann das Edikt der 14 Tage vom Proctor nach gründlicher Prüfung der Umstände und der Genehmigung des Kanzlers und des Consiliums der Praetoren angewandt werden. Nach Rückkehr des Erz-Fürsten ist ihm vom Proctor sofort Meldung zu erstatten.

Abs.5.: Besteht, nach sorgfältiger Prüfung durch den Proctor, dringender Verdacht, dass der Gejagte schuldig ist im Sinne der Anklage oder die Frist von 14 Tagen abgelaufen ist, so ist er sofort der geschädigten Stadt auszuliefern.

Abs.6.: Wurde die Blutjagd von einem Justicar ausgerufen oder liegt ein Bruch der Traditionen vor, so hat das Edikt § 2.2. Abs.1. bis 5. vom 23.08.2002 keine Gültigkeit.


§ 2.3. Blutjagd

Abs.1.: Bei einem Traditionsbruch oder einem schweren Verbrechen oder einem versuchten Verbrechen gegen das Wohl oder Unleben eines Kainiten oder dessen anerkannte Gäste in der Domäne Wien, ist es jedem Angeklagten gestattet, vor dem Erz-Fürsten und dem Primogenrat, seine Unschuld zu beweisen. Gelingt dies nicht, so wird eine Blutjagd ausgerufen. (Siehe § 1 Traditionen vom 16. Juli 1692.)

Abs.2.: Alleine dem Fürsten ist es gestattet, nach vorheriger Besprechung im Consilium der Praetoren, eine Blutjagd auszurufen. Dabei ist zum Zeitpunkt des Ausrufens einer Blutjagt die Anzahl der anwesenden oder erreichbaren Praetoren unerheblich. Bei der Abwesenheit des Erz-Fürsten wird der Angeklagte vom Proctor, bis zu dem Zeitpunkt, da der Erz-Fürst wieder anwesend ist, in Verwahrung genommen. Siehe § 3.6. Abs.2. vom 22. November 1757.

Abs.3.: Nach der Verurteilung durch den Erz-Fürsten ist es gemäß der Traditionen üblich dem Verurteilten 5 Minuten Vorsprung einzuräumen, wobei es den jagenden Clans gestattet ist im Zuge ihrer Beziehungen die Stadtgrenzen zu sichern, um das Urteil vollstrecken zu können. Die Verurteilung kann auch bei Abwesenheit des Schuldigen stattfinden, wobei es dem Erz-Fürsten obliegt zu entscheiden in welchem Zustand (Unlebend oder endgültig Tod) der verurteilte nach Wien gebracht werden soll.

Abs.4.: Das Blut des Delinquenten „kann“ zur Stärkung der jungen Kainiten verwendet werden. Dies wird bei der Urteilsverkündung durch den Erz- Fürsten bekannt gegeben.

Abs.5.: Die Blutjagd gilt als Abschreckung vor Traditionsbrüchen und dient gleichzeitig als Ausbildung und Stärkung der jungen Kainiten Wiens.

Abs.6.: Bei besonders schweren Fällen, bei denen auch angenommen werden kann, dass dem Verurteilte durch seine Fähigkeiten eine Flucht gelingen könnte, wird von einer Blutjagd abgesehen und eine öffentliche Hinrichtung angeordnet.



§ 3. Die Ämter der Domäne Wien Wien am 22. November 1757 Blatt.Nr.003

Novelle des § 3. vom 5. Oktober 2002, die vom Fürsten und dem Consilium der Praetoren bestätigt wurde. Wiedereinführung der Amtstitel die vor dem 22. November 1757 Gültigkeit hatten. Die Novelle des § 3. ändert nur die Namen der Titel jedoch nicht ihre Rechte und Pflichten.

§ 3.1. Der Erz Fürst der Domäne Wien (vormals Prinz)

Abs.1.: Der Erz-Fürst ist die Stimme der Camarilla und Wien ist seine Domäne.

Abs.2.: Er ist das Gesetz, die Geschworenen und der Scharfrichter.

Abs.3.: Im geheimen Consilium der Praetoren besitzt der Erz-Fürst eine Stimme.

Abs.4.: Die Rechte des Erz-Fürsten, siehe § 1.1 Abs.1 - 6 vom 16. Juli 1692.

Abs.5.: Das Amt des Erz-Fürsten ist, an seine leiblichen und nicht leiblichen Kinder, nicht vererbbar.

Abs.6.: Nach der Novellierung vom 5. Oktober 2002 lautet der offizielle Titel: Erz-Fürst der Domäne Wien, Beschützer der Camarilla und Bewahrer der Traditionen.


§ 3.2.Das geheime Consilium der Praetoren (vormals Rat der Erstgeborenen)

Abs.1.: Das geheime Consilium der Praetoren ist die Versammlung der Ahnen der Camarillaclans der Stadt Wien. Jeder Clan entsendet seinen Ältesten als Vertretung.

Diese Clans sind in Wien:

■ Clan Brujah

■ Clan Gangrel (Camarilla Gangrel)

■ Clan Malkavian

■ Clan Nipote la Mortale

■ Clan Nosferatu

■ Clan Toreador

■ Clan Tremere

■ Clan Ventrue

Abs.2.: Das Consilium fungiert als Führung aller Clans in Wien, und vertritt deren Interessen.

Abs.3.: Jedes Mitglied des geheimen Consiliums der Praetoren besitzt eine Stimme und darf sich Praetor nennen.

Abs.4.: Jeder Camarillaclan darf einen Stellvertretenden Praetor ernennen und zum geheimen Consilium der Praetoren schicken, wenn der Praetor verhindert ist, oder die Anwesenheit der Stellvertretenden Praetoren erwünscht wird.

Abs.5.: Bei Notwendigkeit kann ein Nicht Camarillaclan (auch Unabhängige Clans genannt) auf Einladung des Erz-Fürsten oder des Geheimen Consilium der Preatoren an einer Sitzung teilnehmen.


§ 3.3. Der Cancellarius in puplicis cameralibus oder Kanzler (vormals Seneschall)

Abs.1.: Der Kanzler wird vom Erz-Fürsten, unter Anwesenheit des Consiliums der Praetoren, zum persönlichen Vertreter gewählt.

Abs.2.: Er ist die rechte Hand des Erz-Fürsten und hat die Aufgabe diesen in seiner Abwesenheit zu Vertreten.

Abs.3.: Er ist berechtigt bei Abwesenheit des Erz-Fürsten, bei besonderen Gründen, (siehe §3.5. Abs.4. vom 22 November 1757) das Consilium der Praetoren einzuberufen, übernimmt dessen Vorsitz und hat eine Stimme. Der Kanzler darf auch gleichzeitig Praetor im geheimen Consilium der Praetoren sein.

Abs.4.: Stimmrecht: Der Kanzler hat Stimmrecht im geheimen Consilium der Praetoren. Auch dann wenn er kein Praetor ist. Ist er Praetor und Kanzler in einer Person, so hat er ebenfalls nur eine Stimme. Vertritt der Kanzler den Erz-Fürsten und ist auch gleichzeitig Praetor, so hat er ebenso nur eine Stimme.

Abs.5.: Der Kanzler ist zweiter Vorsitzender im Erz-Fürstlichen Kabinett. (siehe § 8.1. vom 1. Mai 1500)


§ 3.4. Haus- und Hof- Zeremonienmeister (vormals Harpyie)

Der Haus- und Hof- Zeremonienmeister ist für den Ablauf aller anstehenden Festivitäten und das Protokoll der Domäne Wien zuständig. Der Zeremonienmeister ist ständiges Mitglied des Inneren Kabinetts des Erz-Fürsten. (siehe § 8. 1. vom 1. Mai 1500)

Anmerkung: aus Erfahrung kann man sagen ,dass der Zeremonienmeister, da er sich in der Gesellschaft der Kainiten bewegt, für die Gerüchteküchen zuständig ist, und derjenige ist, der dazu beiträgt jemandem Status zu verleihen und hohes Ansehen zu erlangen, oder das Unleben eines Vampirs ins Elend zu stürzen.


§ 3.5. Obersthofmeister (vormals Hüter des Elysiums)

Abs.1.: Der Obersthofmeister ist für die Sicherheit des vom Fürsten ausgerufenen Elysiums verantwortlich. Er ist ständiges Mitglied des Inneren Kabinetts des Erz-Fürsten. (siehe § 8. 1. vom 1. Mai 1500)

Abs.1.a.: Elysium: jede vom Erz-Fürsten ausgerufene Veranstaltung ist, wenn nicht anders verordnet, ein Elysium! Ein Elysium ist ein Ort des Friedens und der gegenseitigen Achtung. Kein Kampf ist dort erlaubt, weder mit dem Körper noch mit den Waffen, noch mit den Fähigkeiten welche den Kindern Kains vorbehalten sind. Allein das gesprochenes Wort, und auch dieses nur mit Bedacht, soll als Mittel der Auseinandersetzung gedacht sein. Der Bruch des Elysiums ist ein schwerwiegender Bruch der Gesetze der Kinder Kains, welche diese zu ihrem eigenen Schutze aufgestellt haben. Der Frieden dort ist heilig. Nur der Erz-Fürst kann ein Elysium ausrufen oder aufheben!

Abs. 2.: Jeder Kainit der Stadt hat den Sicherheitsanweisungen des Obersthofmeisters im Elysium Folge zu leisten. Bei Zuwiderhandlung muss derjenige Kainit, im Notfall durch Anwendung von Gewalt, das Elysium verlassen.

Abs.3.: In besonderen Situationen kann der Ort des Elysiums an dem eine Sitzung des Consiliums der Praetoren abgehalten werden soll, aus Sicherheitsgründen, erst kurz vor einer Versammlung bekannt gegeben werden.

Abs.4.: Besondere Gründe sind: Eine Belagerung der Stadt, eine unmittelbar bevorstehende oder tobende Schlacht, der Verdacht auf Infiltrierung durch den Sabbat oder unruhige Zeiten.


§ 3.6. Der Proctor (vormals Sheriff)

Abs.1.: Der Proctor ist der Arm des Gesetzes des Fürsten. Ihm obliegen die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit, und die allgemeine erste Hilfeleistungspflicht. Dies bedeutet, dass dem Proctor die Abwehr jener Gefahren oder Störungen der Ordnung obliegen, die nicht dem Verantwortungsbereich des Obersthofmeisters zugerechnet werden können, also allgemeine Gefahren. Der Proctor ist ständiges Mitglied des Inneren Kabinetts des Erz-Fürsten. (siehe § 8. 1. vom 1. Mai 1500)

Abs.2.: Der Proctor hat die Pflicht die Missetäter in Verwahrung zu nehmen bis dass sie dem Erz-Fürsten und dem Consilium der Praetoren zur Verhandlung vorgeführt werden können.

Abs.3.: Der Proctor ist bei Verhandlungen vor dem Erz-Fürsten und dem Consilium der Praetoren der Ankläger. Er übernimmt die Agenten eines Staatsanwaltes.

Abs.4.: Der Proctor wird dazu angehalten die Grenzen der Domäne Wien aufrechtzuerhalten und nötigenfalls die ersten Schritte der Verteidigung zu setzen.

Abs.5.: Der Proctor genießt bei seinen Amtshandlungen uneingeschränkte Immunität gegenüber allen anderen Kainiten. Er darf daher in Ausübung seines Amtes keine Befehle von höherrangigen Kainiten annehmen. Beeinflusst ein Kainit den Proctor anhand von Clandisziplinen oder Drohungen so macht er sich gegenüber der Wiener Vampir Gesellschaft strafbar gegen die Sicherheit Wiens verstoßen zu haben. Es wird angeraten bei diesem Vergehen drakonische Strafen zu verhängen. In einer Amtshandlung zählt das Wort des Proctors genauso als ob es der Erz-Fürst ausgesprochen hätte.


§ 3.7. Commissarius Fulgratorium oder Kommissar (vormals Geißel)

Abs.1.: Wien beherbergt einen Kommissar, dessen Aufgabe es ist Wien von den dünnblütigen Vampiren der 15. Generation zu säubern.

Abs.2.: Der Kommissar hat das Recht und die Pflicht Vampire der 15. Generation sofort zu vernichten, ohne weitere Einholung der Zustimmung des Erz-Fürsten oder des geheimen Consiliums der Praetoren.

Abs.3.: In besonderen Situationen (siehe §3.5. Abs.4. vom 22 November 1757) kann der Kommissar zur Unterstützung des Proctors heran gezogen werden. Dabei tritt § 3.7. Abs.2. vom 22 November 1757 außer Kraft.

Abs.4.: Auf Anordnung des Erz-Fürsten kann der Commissarius Fulgatorium oder auch Kommissar zur ständigen Unterstützung des Proctors herangezogen werden. Dieser Beschluss kann vom Erz-Fürsten jederzeit widerrufen werden.

Abs.5.: Der Kommissar ist ständiges Mitglied des Inneren Kabinetts des Erz-Fürsten. (siehe § 8. 1. vom 1. Mai 1500)


§ 3.8. Erz-Fürstliche wahre geheime Räte oder Geheimrat (vormals Berater des Prinzen)

Abs.1.: Die primäre Funktion der Erz-Fürstlichen Geheimräte ist die Beratung des Erz-Fürsten bei inneren Belangen, zur Unterstützung bei der Führung der Wiener Kainiten und äußeren Belangen betreffend internationaler Camarillakontakten. Sie sind ständiges Mitglied des Inneren Kabinetts des Erz-Fürsten. (siehe § 8. 1. vom 1. Mai 1500)

Abs.1.a.: Die Erz-Fürstlichen Geheimräte werden vom Erz-Fürsten vor dem Geheimen Consilium der Preatoren öffentlich ernannt.

Abs.2.: Es gibt maximal zwei Erz-Fürstliche wahre geheime Räte in der Domäne Wien. Ausgenommen in Kriegszeiten. (siehe § 8.2. Abs. 4. vom 1. Mai 1500)

Abs.3.: Sollte ein Praetor vom Erz-Fürsten zum Geheimrat gewählt werden, so obliegt es dem Clan so schnell als möglich einen neuen Praetor als Vertretung des Clans einzusetzen.

Abs.4.: In Notfällen, wenn kein weiterer Kainit zur Verfügung steht (z.B. auf Grund des Alters), darf der Praetor vorübergehend auch die Funktion eines Geheimrats übernehmen, bis es dem Clan möglich ist einen neuen Praetor zu stellen.

Abs.5.: Die Geheimräte erhalten im geheimen Consilium der Praetoren kein Stimmrecht, ausgenommen es tritt ein Notfall ein. (siehe §3.7. Abs.4. vom 22 November 1757)


§ 3.9. Erz-Fürstlicher Legat oder Legat (vormals Parlamentär)

Der Erz-Fürstliche Legat vertritt als Botschafter die Autorität des Erz-Fürsten und handelt in seinem Namen. Der Name kommt von der lateinischen Titel Legatus (von Amts wegen senden). Der Legat darf nicht das Amt eines Praetor bekleiden, es sei denn der Praetor wird kurzfristig vor seiner Reise in eine andere Domäne vom Fürsten zum Legat ernannt. Seine Aufgabe ist die Vertretung seiner Domäne gegenüber der Gastdomäne, was enge Beziehungen zu Kainiten und gesellschaftlichen Organisationen in der Gastdomäne erfordert. Um die uneingeschränkte Interessenvertretung zu ermöglichen, wird Legaten als Diplomaten Immunität gewährt. Der repräsentative Wohnsitz des Legaten wird Residenz genannt und ist kein exterritoriales Gebiet für die Gastdomäne, sondern ein Bereich, welcher der diplomatischen Immunität unterliegt. Der Legat ist ständiges Mitglied des Inneren Kabinetts des Erz-Fürsten. (siehe § 8. 1. vom 1. Mai 1500)



§ 4. Gebräuchliche Urteile Wien am 03. Oktober 1601 Blatt.Nr.004

Zu einigen gebräuchlichen Urteilen, die von Fürsten verhängt werden können. Die Schwere der Bestrafung wird in den dementsprechenden Verhandlungen festgelegt.

§ 4.1. Bei minderen Vergehen:

Abs.1.: Erzwungene Knechtschaft für ein anderes Kainskind, für die Dauer von vier Wochen bis zu einem Jahr und einem Tag.

Abs.2.: Niedere Arbeiten, wie Servieren im Elysium oder Botengänge für andere Vampire, für die Dauer von vier Wochen bis zu sechs Monaten.

Abs.3.: Im Elysium am Pranger stehen, für die Dauer von einem Treffen.

Abs.4.: Verlust der Titel, für die Dauer seines Unlebens.

Abs.5.: Entzug des Stimmrechts im geheimen Consilium der Praetoren, bis auf Widerruf durchdenselben.


§ 4.2. Bei mittleren Vergehen:

Abs.1.: Zeitweilige Verbannung aus der Domäne für die Dauer von vier Wochen bis zu sechs Monaten.

Abs.2.: Entzug von Schulden oder Gefallen.

Abs.3.: Beseitigung von Gefolgsleuten (die entweder anderen Kainskindern zugeteilt oder direkt getötet werden).

Abs.4.: Den Übeltäter zwingen, ein oder sogar zwei Züge vom Blut des Erz-Fürsten zu trinken, was ihn einem Blutsband nahe bringt. (Es ist jedoch selten, dass ein volles Blutsband verhängt wird.)


§ 4.3. Bei schweren Vergehen

Abs.1.: Vernichtung des Vampirs (oft indem man ihn pfählt, um auf die Sonne zu warten).

Abs.2.: Vernichtung der Nachkommenschaft.

Abs.3.: Dauerhaftes Exil, für den Rest seines Unlebens.

Abs.4.: Zwangsspende von etwas Blut des Übeltäters an das Gildehaus von Haus und Clan Tremere, als Sicherheit für gutes Benehmen.

Abs.5.: Blutjagd siehe § 2.3. Blutjagd vom 23. August 2002



§ 5. Das Recht der Herausforderung Wien am 01. Jänner 1503

Abs.1.: Jeder Kainit der Camarilla hat prinzipiell das Recht Fürst zu werden.

Abs.2.: Jeder Kainit der Camarilla, wenn er das Amt des Erz-Fürsten beansprucht, hat das Recht, den amtierenden Fürsten zu einem Zweikampf herauszufordern. Die Waffen dürfen vom Herausgeforderten, also dem amtierenden Erz-Fürsten, gewählt werden.

Abs.3.: Der Fürst hat das Recht sich aus der Mitte der Wiener Kainiten einen Schwertführer auszusuchen, der den Fürst in einem Zweikampf vertritt. Ungeachtet seiner sozialen Stellung und dem sozialen und privaten Verhältnis zum Herausforderer. Der Kampf endet mit dem Endgültigen Tod eines der Kontrahenten.

Abs.4.: Der Gewinner des Zweikampfes ist Erz-Fürst der Domäne Wien. Er muss aber noch vom Consilium der Praetoren anerkannt werden. Ist ein Praetor dagegen so muss diese Meinungsverschiedenheit auch in einem Zweikampf entschieden werden, wobei der Praetor als Herausforderer gilt und die Waffenwahl wieder beim Herausgeforderten liegt.

Abs.5.: Bei besonderen Gründen (siehe § 3.5. Abs.4. vom 22 November 1757) oder wenn der amtierende Fürst nicht aufzufinden ist, er verhindert ist sein Amt auszuführen, er sein Amt zurück legt, oder bei einer Schlacht oder einem Anschlag ums Unleben gekommen ist, oder nach einer rechtmäßigen Herausforderung Fürst wurde aber durch einen Praetor erschlagen wurde hat das Consilium der Praetoren das Recht einen Fürsten durch eine Wahl auszurufen.



§ 6.1. § 6. Anhörung Wien am 24. August 2002 Blatt.Nr.005

Abs.1.: Ab dem 24. August 2002, Sonnenuntergang, hat jeder Camarilla angehörige Kainit der Domäne Wien, ungeachtet seines Standes, das Recht seine Meinung zu den anstehenden Themen, seine Wünsche, Beschwerden und Anregungen vor dem Fürsten und dem Consilium der Praetoren zu äußern.

Abs.2.: Die Einbringer die nicht dem Consilium der Praetoren angehören besitzen kein Stimmrecht. Sie bringen lediglich neue Vorschläge oder Lösungen in das Consilium der Praetoren ein.



§ 7. Der Zweikampf Wien am 23. Mai 1499 Blatt.Nr.006

§ 7.1. Der Zweikampf

Diesen Paragraphen führte man 1499 ein und novellierte ihn am 01. Jänner 1503 um ein Blutvergießen der Kainiten in Wien zu vermeiden. Er regelt den Ablauf des Kampfes, die Rechte der Kontrahenten und spiegelt seine eigenen Traditionen wieder.

Abs.1.: Die Rechte des Herausgeforderten:

Der Herausgeforderte hat freie Waffenwahl, wobei sich die Waffen auf Hieb- und Stichwaffen beschränken. Er hat das Recht den Ort des Zweikampfes zu bestimmen. Der Herausgeforderte muss diesen Kampf selbst austragen.

Abs.2.: Die Rechte des Herausforderers:

Der Herausforderer hat das Recht den Ort des Zweikampfes einmal abzulehnen, wenn er den begründeten Verdacht hegt das der Ort zum immensen Vorteil des Herausgeforderten beiträgt. Der Herausforderer muss diesen Kampf selbst austragen.

Abs.3.: Ist der Herausgeforderte der Fürst von Wien darf er einen Schwertführer wählen, siehe § 5.1. Abs.3. vom 01. Jänner 1503. Der Abs.3. behält auch dann seine volle Gültigkeit wenn der Erz-Fürst der Herausforderer ist.

Abs.4.: Der Ort des Zweikampfes muss mindestens fünf Schwertlängen im Durchmesser betragen. (Nachtrag von 1876, fünf Schwertlängen sind ca. 5 Meter) Ist die Größe gegeben so wird mit Kreide ein Kreis gezogen, der dann beim Zweikampf nicht überschritten werden darf.

Abs.5.: Der Kampf dauert so lange bis einer der Zwei Kontrahenten aufgibt oder die Genugtuung nach Absprache erfüllt ist.

Abs.6.: Ausnahme:

Bei dem Kampf handelt es sich entweder um die Funktion des Fürsten, siehe § 5.1. Abs.3. vom 01. Jänner 1503, oder es wurde vorher so vereinbart. Dieser Kampf wird immer bis zum endgültigen Tod einer der beiden Kontrahenten ausgetragen.

Abs.7.: Die Kontrahenten haben das Recht sich aus der Mitte der Wiener Kainiten einen Sekundanten zu wählen. Sekundanten sind dafür zuständig die Waffen der Gegnerischen Partei zu überprüfen und den eigenen Kämpfer nach dem Kampf zu versorgen. Sekundanten dürfen nicht anstatt der Kontrahenten kämpfen.

Abs.8.: Ablehnung:

Jeder Herausgeforderte hat das Recht den Zweikampf abzulehnen, außer es handelt sich um die Funktion des Fürsten, siehe § 5.1 vom 01. Jänner 1503, dann allerdings entscheidet eine Abstimmung aller anwesenden Kainiten Wiens ob der Kampf ausgetragen werden soll oder nicht. Weigert sich der Herausgeforderte aber trotzdem so ist er als „Feigling“ abgestempelt und findet auch einen Eintrag seiner Feigheit in der Wiener Chronik.



§ 8. Das Innere Kabinett des Erz-Fürsten Wien am 1. Mai 1500 Blatt.Nr.007

Das Innere Kabinett des Erz-Fürsten dient einzig und alleine zur Beratung des Fürsten in allen Belangen die mit dem Erz-Fürsten und der Domäne Wien zu tun haben. Die Beratungen des Kabinetts dienen dem Erz-Fürsten zur Entscheidungsfindung.

§ 8. 1 Die Mitglieder des Inneren Kabinetts des Erz - Fürsten

1. Vorsitzender: Erz-Fürst der Domäne Wien (siehe § 3.1 vom 22. November 1757)

2. Vorsitzender: Kanzler (siehe § 3.3 vom22. November 1757)

Mitglieder: Geheimräte (siehe § 3.8 vom 22. November 1757)

Zeremonienmeister (siehe § 3.4 vom 22. November 1757)

Obersthofmeister (siehe § 3.5 vom 22. November 1757)

Proctor (siehe § 3.6 vom 22. November 1757)

Kommissar (siehe § 3.7 vom 22. November 1757)

Legaten (siehe § 3.9 vom 22. November 1757)

Kriegsratspräsident (siehe § 8.2. vom 1. Mai 1500)


§ 8. 2. Der Erz Fürstliche Kriegsratspräsident oder Feldmarschall von Wien

Abs.1.: Der Kriegsratspräsident ist die rechte Hand des Erz-Fürsten in Kriegszeiten.

Abs.2.: Der Kriegsratspräsident wird vom Erz-Fürsten aus den Reihen des geheimen Consilium der Praetoren gewählt und kann auch an mehrere Personen, einer Gruppe, anvertraut werden.

Abs.3.: Die Voraussetzungen für den Erz-Fürstlichen Kriegsratspräsidenten sind: Ein Mindestalter von 200 Jahren, wegen der dadurch gesammelten Erfahrung, und mindestens eine bestätigte Teilnahme an einem Krieg gegen den Sabbat oder einer gleichwertigen Bedrohung.

Abs.4.: Die Rechte des Kriegsratspräsidenten: Wenn der Erz-Fürst, bei einer Bedrohung der Domäne Wien, das Kriegsrecht ausruft, übernimmt der Kriegsratspräsident den 2. Vorsitz des Inneren Kabinetts des Erz- Fürsten und übernimmt die Aufgaben des Kanzlers. (siehe § 3.3 Abs. 2. - 5. vom 22. November 1757) Der Kanzler Fungiert in dieser Ausnahmesituation als 3. Geheimrat des Erz- Fürsten mit allen Rechten und Pflichten eines Geheimrates. (siehe § 3. 7. Abs. 1. vom 22. November 1757)

Abs.5.: Der Erz-Fürstliche Kriegsratspräsident ist ständiges Mitglied des Inneren Kabinetts des Erz-Fürsten in Kriegszeiten.



§ 9. Neuregelung der Gebietsaufteilung der Clans Wien am 3. Mai 2003 Blatt.Nr.008

§ 9. 1. Gebietsregelung betreffend Clans - Jagdgebiet

Abs.1.: Mit Wirkung vom 3. Mai 2003 werden die Clans der Domäne Wien mit der Pflicht betraut in dem ihnen zugeteilten Bezirk (Jagdgebiet) für die Sicherheit zu sorgen bis zu dem Zeitpunkt, an dem die gesamte Domäne reagieren kann. Dieses Gebiet gilt als Clansjagdgebiet! Der Erz-Fürst der Domäne Wien ist von diesem Paragraphen ausgenommen da ganz Wien seine Domäne ist. (siehe § 1.1. Abs.: 2, vom 16. Juli 1692, Die Zweite Tradition)


§ 9. 2. Das Recht der eigenen Domäne - Clansdomäne

Abs.1.: Mit Wirkung vom 3. Mai 2003 werden jedem Clan zwei eigene Domänen, in Form einer Unterkunft, zugestanden. Eine dem jeweiligen Praetor, und eine einem Ahn bis Ancilla des Clans. Die Vergabe der zweiten Domäne obliegt dem Clan selbst. Diese Domänen nennen sich Clansdomänen. Der Erz-Fürst der Domäne Wien ist von diesem Paragraphen ausgenommen da ganz Wien seine Domäne ist. (siehe § 1.1. Abs.: 2, vom 16. Juli 1692, Die Zweite Tradition)

Abs.2.: Für die Clansdomäne können die zweite und fünfte Tradition geltend gemacht werden: 2. Tradition: Das jeweilige Haus ist seine Domäne. Alle anderen schulden ihm Respekt, solange sie sich darin aufhalten. Niemand darf sich gegen sein Wort auflehnen, solange er in seiner Domäne weilt. 5. Tradition: Ehre die Domäne anderer. Wenn du in ein fremdes Haus kommst, so sollst du dich dem vorstellen, der dort herrscht. Ohne das Wort der Aufnahme bist du nichts. Bei Verstoß gegen diese Traditionen ist dies sofort dem Proctor zu melden.

Abs.3.: Außerhalb der Clansdomäne gilt für den Clan § 1. 1. vom 16. Juli 1692.

Abs.4.: Als Domäne kann eine Wohnung, ein Haus, Palais oder Schloss ausgewählt werden. Das obliegt einzig und alleine dem Clan uns seinen Möglichkeiten. Siehe § 9. 2. Abs.: 1.

Abs.5.: Sollte der Besitzer einer Domäne gegen die Wiener Vampir Gesetze verstoßen und sich weigern sich vor dem Erz-Fürsten der Domäne Wien und dem Geheimen Concilium der Praetoren bei Straffälligkeit zu verantworten, so sind der Proctor (siehe § 3. 6. vom 22. November 1757, Der Proctor) und seine Gehilfen befugt in die Domäne einzudringen um den Missetäter zu verhaften. Sollte der Besitzer einer Domäne zur Blutjagd freigegeben worden sein so gilt die Domäne automatisch als aufgelöst und § 1. 1. Abs.2.: vom 16. Juli 1692 tritt in kraft.

Abs.7.: Jede Clansdomäne obliegt der Genehmigung des Erz-Fürsten. Eine bestehende Domäne kann jeder Zeit vom Erz-Fürsten aufgelöst werden. (siehe § 1. 1. Abs.2.: vom 16. Juli 1692)